Wanderweg Hamminkeln 2 - Mühlenrott

Circa 6,6 km - verkürzt 3,6 km

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Wanderweg Hamminkeln 1 - Mühlenrott


Der Rundwanderweg führt vom Start am Rathaus-Parkplatz aus dem Ortszentrum von Hamminkeln in östlicher Richtung über Park-, Feld, und Wiesenwege. Die Wanderstrecke wird auch mit gleichem Hin- und Rückwg bis zur "Landwehr" an der Bahnlinie Wesel-Bocholt angeboten.

1154 ist das Kirchspiel Hamminkeln erstmals urkundlich erwähnt. Namensgeber des Dorfes ist ein Hof "Hamwinkile" (Hamminkeln), um 940 im Besitz der Reichsabtei Essen. Dorfkirche an der Markstraße (evang.) aus dem 12. Jahrhundert mit einem der größten Christophorus-Fresken am Niedrrhein um 1450.

Kath. Pfarrkirche an der Diersfordter Straße, neugotischer Backsteinbau von 1895. Im Ortskern und in der Umgebung Bürger- und Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Die ehemalige Windmühle Weßling aus dem Jahre 1840 ist das weithin sichtbare Wahrzeichen Hamminkelns.

1. Rathaus Hamminkeln

Wir überqueren die Brüner Straße und gehen über den Rathaus-Vorplatz ("Roter Platz"). Das Hamminkelner Rathaus wurde im Jahre 1983 fertiggestellt. Es ist der Sitz der Verwaltung der Stadt Hamminkeln (seit 1995 Stadt mit über 25.000 Einwohnern), die bei der kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 als Gemeinde mit den ehemals selbständigen Gemeinden bzw. Gemeideteilen: Hamminkeln, Brünen, Dingden, Loikum, Wertherbruch, Mehrhoog und Ringenberg entstanden ist. ("Sieben unter einem Dach")

An der westlichen Seite des Rathauses sind Messingtafeln von alliierten Kriegsveteranen angebracht, die an die größte Luftlandung des 2. Weltkrieges vom 24. März 1945 in Hamminkeln und Umgebund erinnern.

Ein Wappenschild macht auf die Städtepartnerschaften zwischen der englischen Stadt Sedgefield seit 1982 und der polnischen Gemeinde Chmielno seit 1999 aufmerksam. Wir verlassen den Rathaus-Vorplatz und gehen links, längs der Blumenkamper Straße nach ca. 100 Metern wieder links auf der Straße Hellefisch weiter.

Der Straßenname erinnert an die kleinen metallisch glänzenden Bleifische ("hellen Fisch"), die hier in den früheren Gräben beheimatet waren. Im Hintergrund an der Brüner Straße liegt das alte Pastorat der evangelischen Kirche aus dem Jahre 1792.

4. Gut Vogelsang

Auf der anderen Seite der Bundesstarße gelangen wir sicher zurück und erreichen linksseitig vorbei am "Gut Vogelsang" wieder den Woyweg.

"Vogelsang" ist das einzige Gut der sogenannten "Isselbarone", das noch in seiner alten Form steht. Das alte Herrenhaus ist in den Wirren des 30jährigen Krieges bis auf die Grundmauern abgebrannt. Das heutige Haus im niederländischen Barock stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Dazu gehörte im vorletzten Jahrhundert auch eine eigene Brauerei mit einem Eisbunker. Es war im Besitz der Familie von Ising und wird heute von deren Nachfahren bewohnt. Die "Isingsche Armenstiftung" unterstützte bis ins letzte Jahrhundert hilfsbedürftige Bürger von Hamminkeln.

Der alleeartige Woyweg vorbei am ehemaligen Wohnsitz der Familie Meyer ("Urwald Meyer") auf der rechten Seite gelegen, stößt auf die Bahnlinie Wesel-Bocholt, die im Jahre 1878 ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Alternativ können wir jetzt dem Weg weiter folgen, die Bahnlinie überqueren und nach ca. 70 Metern den Weg rechts längs der Landwehr parallel zur Bahn noche inige 100 Meter bis zum Ende benutzen.

6. Windmühle Weßling

"Es ist die Mühle mit dem Knick" aus dem Jahre 1840. Tatsächlich ist die Form des Turmes merwürdig und wahrscheinlich nur die Korrektur eines Planungsfehlers.

Vermutlich hatte sich gezeigt, dass der Wind für den Antrieb nicht ausrecihte und man höher hinaus musste. Wenn man die Mauerschräge weitergeführt hätte, wäre für das Räderwerk kein Platz mehr gewesen. Also konnte man nur lotrecht aufstocken. Nun geht es links herum über die Straße "Kerchenkamp" vorbei an der ersten Hamminkelner Nachkriegssiedlung "Am Sportplatz" zum Ausgangspunkt am Rathaus-Parkplatz zurück.

2. "Kaisereiche"

Vorbei an der Streuobstwiese und dem riesigen Eichenbaum, letzter der drei Eichen, die im "Derikaiserjahr" 1888 auf der Wiese "Oertmann" gepflanzt wurden.

Nach wenigen Schritten rechts herum längs der Brüner Straße befinden wir uns auf einer schmalen Eichenallee, dem Woyweg.

Rechts liegt der "Rigauds Busch", im Jahre 2001 vom HW als "Bürgerpark Bergfrede" ausgebaut.

3. Ehem. Gut Haus Bergfrede

Das ehemalige Gut "Haus Bergfrede", welches ca. 100 Meter entfernt auf der rechten Seite stand, wurde um 1900 von der Familie Rigaud bewohnt und bewirtschaftet und war noch bis in den 1950er Jahren verpachtet. Es wurde zuletzt als Ruine in den 1960er Jahren abgerissen.

Das Haus Bergfrede hatte seinen Namen von einem "Bergfred" oder "Berfes", eine turmartige Anlage, die früher als Speicher und Kornkammer und auch als Schutzraum diente. Der Schutzbau war durch umlaufende Gräben gegen Überfälle gesichert. Entlang der Isselniederung sind in Verbindung mit den Wallgräben der Landwehr noch viele denkmalgeschützte Grabenanlagen vorhanden.

Es empfiehlt sich die stark befahrene B 473 mit beidseitigem Fuß- und Radweg nicht zu überqueren, sondern die ca. 250 Meter entfernte Ampelkreuzung links an der Brüner Straße zu benutzen.

5. Landwehr

Diese Landwehr ist ein Rest einer mächtigen Grenzsicherung. Die Isselniederung war in früherer Zeit Überflutungsfläche, stark versumpft und über Jahrhunderte Grenzgebiet zwischen Franken und Sachsen. Zur Sicherung der Gaugrenze errichteten die Franken aus Wällen und Gräben die Landwehr.

Bis zur Bundesstraße geht es dann über die gleiche Wegstrecke zurück. Die andere Möglichkeit ist von der Stelle, wo der Woyweg rechtwinklig auf die Bahn trifft, links dem Wiesenweg (PRivatweg *) folgend in Richtung "Gut Vogelsang" zu gehen. An der Ampelkreuzung überqueren wir die B 473 und sehen rechts die nohc gut erhaltene Grabenanlage des ehemaligen "Gutes Rott". Bis vor einiger Zeit Baumschule Büscher.

Die Straße Am Rott führt uns in das neue Wohngebiet "Halfmannsfeld", links über den großen Spielplatz und am Ende rechts durch den Stichweg erreichen wir die Dohlenstraße. Sie führt und zur ehemaligen "Windmühle Weßling", die heute als Wohnhaus genutzt wird.

*Nutzung des Privatweges auf eigene Gefahr.


Wanderweg Hamminkeln 2 - Mühlenrott


Der Rundwanderweg führt vom Start am Rathaus-Parkplatz über Park-, Feld- und Wirtschaftswege in westlicher Richtung bis zum Westfeldweg. Verkürzt über die Straße Roßmühle (3,6 km).

1154 ist das Kirchspiel Hamminkeln erstmals urkundlich erwähnt. Namensgeber des Dorfes ist ein Hof "Hamwinkile" (Hamminkeln), um 940 im Besitz der Reichsabtei Essen. Dorfkirche an der Marktstraße (evang.) aus dem 12. Jahrhundert mit einem der größten Christopherus-Fresken am Niederrhein um 1450. Kath. Pfarrkirche an der Diersfordter Straße, neugotischer Backsteinbau vom 1895. Im Ortskern und in der Umgebunde Bürger- und Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die ehemalige Windmühle Weßling aus dem Jahre 1840 ist das weithin sichtbare Wahrzeichen Hamminkelns.


A. Rathaus Hamminkeln

Wir überqueren die Brüner Straße und gehen über den Rathaus-Vorplatz ("Roter Platz"). Das Hamminkelner Rathaus wurde im Jahre 1983 fertiggestellt. Es ist der Sitz der Verwaltung der Stadt Hamminkeln (seit 1995 Stadt mit über 25.000 Einwohnern), die bei der kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 als Gemeinde mit den ehemals selbständigen Gemeinden bzw. Gemeindeteilen: Hamminkeln, Brünen, Dingden, Loikum, Wertherbruch, Mehrhoog und Ringenberg entstanden ist. ("Sieben unter einem Dach")
An der westlichen Seite des Rathauses sind Messingtafeln von alliierten Kriegsveteranen angebracht, die an die größte Luftlandung des 2. Weltkrieges vom 24. März 1945 in Hamminkeln und Umgebung erinnern.
Ein Wappenschild macht auf die Städtepartnerschaften zwischen der englischen Stadt Sedgefield seit 1982 und der polnischen Gemeinde Chmielno seit 1999 aufmerksam. Wir verlassen den Rathaus-Vorplatz und gehen links, längs der Blumenkamper Straße nach ca. 100 Meter wieder links auf der Straße Hellefisch weiter.
Der Straßenname erinnert an die kleinen metallisch glänzenden Bleifische ("hellen Fisch"), die hier in den früheren Gräben beheimtet waren. Im Hintergrund an der Brüner Straße liegt das alte Pastorat der evangelischen Kirche aus dem Jahre 1792.

C. Ehem. Gut Haus Bergfrede

Das ehemalige Gut "Haus Bergfrede", welches ca. 100 Meter entfernt auf der rechten Seite stand, wurde um 1900 von der Familie Rigaud bewohnt und bewirtschaftet und war noch bis in den 1950er Jahren verpachtet. Es wurde zuletzt als Ruine in den 1960er Jahren abgerissen.
Das Haus Bergfrede hatte seinen Namen von einem "Bergfred" oder "Berfes", eine turmartige Anlage, die früher als Speicher und Kornkammer und auch als Schutzraum diente. Der Schutzbau war durch umlaufende Gräben gegen Überfälle gesichert. Entlang der Isselniederung sind in Verbindung mit den Wallgräben der Landwehr noch viele denkmalgeschützte Grabenanlagen vorhanden.

E. Skulpturenpark Krüger

Die Straße Mühlenrott führt zum Westfeldweg, den wir rechts herum einschlagen. Nach ca. 230 Meter können wir rechts einen pivaten Feldweg* benutzen, der zum ca. 300 Meter entfernten "Skulpturenpark" auf dem Anwesen des Bildhauers Peter Krüger führt. Hier trifft sich von Zeit zu Zeit eine internationale Künstlergruppe zur gemeinsamen Arbeit und zum Erfahrungsaustausch. Auf dem Gelände findet auch in unregelmäßigen Abständen das "Hamminkelner Symposion" statt. Besonders sehenswert sind ein kleines Amphitheater und ein griechischer Tempel. Auf dem Stichweg zurück wnadern wir auf dem Westfeldweg rechts herum dann auf der Bislicher Straße weiter Richtung Ortszentrum vorbei am "Nienburshof" auf der linken Straßenseite gelegen. Hier lebte der Hamminkelner Heimatdichter Wilhelm Mengeler (1906-1978), heute Pferdehof und Tierarztpraxis seines Enkelsohnes Dr. Ulrich Mengeler.

G. Kath. Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt ("Rote Kirche")

Zwei großzügige Spenden Ende des 19. Jahrhunderts schufen die Voraussetzungen für den Bau der Kirche. Eine Geldspende von 21.000 Mark einer Witwe Arnold Meyer aus Mehr und die Schenkung des Kirchengrundstücks an der Diersfordter Straße durch Heinrich van Nahmen (Obstkelterei van Nahmen). Die Kirche wurde vom königlichen Regierungsbaumeister Hilger Hertel im neugotischen Stil mit dunkelrotem Ziegelmauerwerk gebaut und am 4. Juli 1895 von Bischof Hermann von Münster eingeweiht. Der Kirchturm mit ehemals vier Ecktürmchen ist 46 Meter hoch. Im Innern ist ein hohes Mittelschiff, das durch drei Mittelsäulen mit den Nord- und Südmauern je drei Netzgewölbe tragen.

B. "Kaisereiche"

Vorbei an der Streuobstwiese und dem riesigen Eichenbaum, letzter der drei Eichen, die im "Dreikaiserjahr" 1888 auf der Wiese "Oertmann" gepflanzt wurden.
Nach wenigen Schritten rechts herum längs der Brüner Straße, befinden wir uns auf einer schmalen Eichenallee, dem Woyweg.
Wir gehen in Höhe der B 473 rechts über den Graben.

D. Bürgerpark Bergfrede

Der Weg führt weiter parallel zur Bundesstraße durch den "Rigauds Busch" (Privatweg*), der im Jahre 2001 vom Hamminkelner Verkehrsverein HVV als "Bürgerpark Bergfrede" ausgebaut wurde. Nach ca. 200 Meter geht der Weg weiter rechts herum an einer Gasstation und einem großen Landhaus vorbei zur Blumenkamper Straße.
Wir überqueren diese und gehen etwas versetzt weiter in westlicher Richtung über die Via Salza Irpina (benannt nach der Gemeinde "Salza Irpina" in Oberitalien, die im Jahre 1983 vom Erdbeben zerstört wurde und von der Gemeinde Hamminkeln damals finanziell und partnerschaftlich unterstützt worden ist) zum Schul-, Sport- und Jugendzentrum der Haupt- und Realschule.
Zwischen Sportplatz und Sporthalle gelangen wir auf die Diersfordter Straße (*1). Der längere Wanderweg geht links weiter vorbei am kath. Kindergarten "Arche Noah" (seit 2000) bis wir rechts herum auf der Straße Mühlenrott unseren Weg fortsetzen. Auf der rechten Seite liegt die neue Sportanlage: Tennis seit 2001 und Fußball bzw. Schießsport seit 2009.

F. Windmühle Wissing

An der Kreuzung mit der Straße Roßmühle liegt links die "Roßmühle" oder auch Wissings Mühle genannt. Die Bezeichnung "Roßmühle" für dieses Gebäude ist nicht ganz richtig, denn die eigentliche Roßmühle, von Pferden angetrieben, stand ca. 150 Meter nordwestlich davon und wurde bereits 1840 abgerissen. Der jetzige Turm war eine Windmühle, die mit Sicherheit 1618 und wahrscheinlich noch früher entstanden ist. Diese Jahreszahl ist nämlich - neben einigen jüngeren Daten - im obersten Turmgeschoss in den Stein eingeritzt. Eine handschriftliche Notzig im Gebetbuch, das die Mühlenerbin 1832 trug, als sie mit dem Müller Winck zum Traualtar schritt, nennt sogar die Jahreszahl 1535. Beide Daten könnten stimmen. Denn die zylindrische Bauform war damals üblich und wurde erst Anfang des 18. Jahrhunderts von der kanonischen Turmform abgelöst. Bis 1920 hatte die Mühle Wissing noch Flügel. Bis 1981 lief sie mit Elektroantrieb.
1987 wurde sie zu einer Wohnung umgebaut und ist heute noch im Familienbesitz (*2). Nach ca. 150 Meter geher wir rechts ab und gelangen über die Straße "In der Brinke" und über den ehem. kath. Friedhof (heute Kommunalfriedhof) vorbei am Pfarrheim zur kath. Pfarrkirche.

H. Feldschlösschen Brauerei

Von der kath. Kirche gehen wir nach links auf der Diersfordter Straße bis zum Kreuzungsbereich mit 5 Straßen ("Kreuzung Abel") und sehen links an der Brauereistraße die Feldschlösschen Brauerei. Sie wurde 1852 von Richard Kloppert gegründet und ist heute noch in der 6. Generation im Besitz der Familie Kloppert. Es ist die einzige Brauerei im Kreis Wesel. Seit vielen Jahren hat sich die Feldschlösschen Brauerei mit großem Erfolg auf die Produktion von Malzbier spezialisiert.


Wanderweg Meerhoog 1


Der Name des Ortes setzt sich zusammen aus "Mehr" (Meer), was darauf hinweist, dass er in der Nähe eines Gewässers liegt (alter Rheinarm) und "hoog", was hoch bedeutet. Mehrhoog ist also das höher liegende Gebiet der alten Gemeinde Mehr, worauf auch die alte Schreibweise "Mehr'scher Hoog" hinweist.


A. Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof Mehrhoog. Er liegt an der Bahnstrecke Oberhausen - Emmerich. Die Züge fahren stündlich, man hat daher eine gute Anbindung an das Ruhrgebiet. Wir gehen ein kurzes Stück die Bahnhofstraße Richtung Osten hinauf und biegen nach links in die Halderner Straße ein.

C. Nur wenige Meter weiter finden wir auf der linken Seite das evangelische Gemeindezentrum. Hier wird nicht nur, im Wechsel mit der Dorfkirche in Mehr, der sonntägliche Gottesdienst gefeiert, sondern es ist auch Treffpunkt für Jung und Alt für unterschiedliche Aktivitäten.
Durch ein kleines Waldgebiet, den Hogenbusch, vorbei an der Hogenbuschalle, dem Sportzentrum mit Tennisanlage, Fußballfeldern und einer Halfpipe für Skater, folgen wir der Halderner Straße bis zu einer scharfen Rechtskurve. Hier wandern wir weiter geradeaus und biegen kurze Zeit später links in die Wasserstraße ein. Wir überqueren die Bahnlinie und wandern durch ein landschaftlich reizvolles Gebiet mit Wiesen und Feldern.

E. Auf der rechten Seite sieht man heute noch die inzwischen zugewachsenen Überreste der "Hollands Mühle". Dabei handelt es sich ursprünglich um einen alten Wehrturm, der später zu der Windmühle umgebaut wurde. Leider wurde der geschichtsträchtige Turm zu Beginn des 2. Weltkrieges abgebrochen, um die Steine für den Straßenbau der B8 zu verwenden.
Auch diese Straße überqueren wir und gelangen über die Ottenstraße zur Berlinder Straße. Sie ist Teil eines typischen Mehrhooger Siedlungsgebietes, das in den 50er Jahren in dem Waldgebiet erbaut und bis heute immer weiter vergrößert und modernisiert wurde. In vielen der Einfamilienhäuser wohnen heute die Kinder und Enkel der damaligen Bauherren.
Am Ende der Berliner Straße biegen wir nach links in die Karlstraße ein und gelangen, vorbei am Vereinsheim des Mehrhooger Bürgervereins, zurück auf die Rheinstraße. Wir wenden uns nach rechts und erreichen nach ein paar Metern die Bundesstraße 8, die wir an der Ampelkreuzung überqueren. Nach einem kurzen Stück auf der Bahnhofstraße biegen wir rechts in einen Feldweg ab, an dessen Ende wir links in den Storchenweg und dann rechts in den Nachtigallenweg gehen.

B. Nach einigen Metern sehen wir rechts die katholische Kirche (Heilig-Kreiu-Kirche) mit dem separat stehenden Glockenturm, die 1966 eingeweiht wurde. Bis dahin gab es in der Kreuzschule oberhalb der Schulräume eine Art "Notkirche", in der ein Kaplan aus Mehr die Messe gelesen hat.

D. Diese typische niederrheinische Landschaft hat zu jeder Jahreszeit seinen besonderen Reiz. Man kann den Blick weit schweifen lassen und seinen eigenen Gedanken nachgehen.
Die Wasserstraße mündet auf den Kikenheckweg, der nach rechts zur Bundesstraße 8 (Reeser Straße) führt. Diese war bis zum Weiterbau der autobahn 3 zwischen Hamminkeln und Elten der Hauptverkehrsweg zwischen dem Ruhrgebiet und der holländischen Nordseeküste. Die A3 endete in Hamminkeln und alle Fahrzeuge mussten sich durch das "Nadelöhr" Mehrhoog zwängen, um dann über die B8 ihren Weg nach Holland fortzusetzen. Wir überqueren die Bundesstraße und wandern geradeaus vorbei an eienr Gärtnerei, durch den Koepenweg bis zur Rheinstraße, der Verbindungsstraße zwischen Mehrhoog und Mehr.

F. Hier finden wir das "Imhoff-Denkmal", das zu Ehren des Generals Imhoff erbaut wurde, der mit seinen preußischen Soldaten im August 1758 die Schlacht auf der Mehr'schen Heide gegen die Franzosen gewann. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit gelang es ihm, die Franzosen, die auf dem Weg von Wesel nach Rees waren, um dort eine Brücke zu zerstören, aufzuhalten und zum Rückzug nach Wesel zu zwingen.
Am Ende des Nachtigallenweges biegen wir nach links in den Hellmannsweg ein, der uns eine abwechslungsreiche Sicht auf Häuser mit schönen Gärten, ein Waldgebiet, sowie einige Felder bietet. Er mündet in die Hoogefeldstraße, in die wir nach links einbiegen und so zurück auf die Bahnhofstraße gelangen. Auf der Ecke befindet sich ein Eiscafé, in dem man sich zum Abschluss der Wanderung erholen kann.
Wir wenden uns nach rechts und kommen so zu unserem Ausgangspunkt, dem Mehrhooger Bahnhof, zurück.
Auf unserem 5,5 km langen Weg haben wir einen guten Eindruck von dem verschiedenn "Gesichtern" Mehrhoogs bekommen.


Wanderweg Meerhoog 2


Der Name des Ortes setzt sich zusammen aus "Mehr" (Meer), was darauf hinweist, dass er in der Nähe eines Gewässers liegt (alter Rheinarm) und "hoog", was hoch bedeutet. Mehrhoog ist also das höher liegende Gebiet der alten Gemeinde Mehr, worauf auch die alte Schreibweise "Mehr'scher Hoog" hinweist.


A. Wir beginnen unsere Wanderung an der Ostseite des Bahnhofs Mehrhoog und biegen nach rechts in die Vennstraße ein. Hier sind einige Mehrhooger Betriebe angesiedelt. An der Kreuzung Heidkampweg / Frietenweg wenden wir uns nach rechts und wandern über den Frietenweg. Es handelt sich um eine schwach besiedelte Gegend. Wir überqueren die Bahnlinie, kommen durch Felder und Wald und können die schöne niederrheinische Natur auf uns wirken lassen.
Der Frietenweg mündet auf den Jansenkathweg, auf dem wir nach rechts weiter an Feldern vorbei bis zur Bundesstraße 8 wandern.
Wir überqueren die Bundesstraße und setzen unsere Wanderung geradeaus auf dem Radwanderweg F1 fort.

C. Sie ist, mit ihrem im Sommer herrlich blühenden Rosenbeeten, das "Herzstück" Mehrhoogs. Hier befinden sich einige Geschäfte, die gute Einkaufsmöglichkeit bieten. Ebenso sind Ärzte, eine Apotheke und Banken hier angesiedelt. Entlang der Bahnhofstraße bieten einige Gaststätten die Möglichkeit zur Einkehr und Stärkung.

D. Auf einem kleinen Platz vor der Sparkasse finden wir eine für Mehrhoog symbolträchtige Figur, den "Bahnekerl".
Es handelt sich um die Darstellung eines Gleisarbeiters. er steht für den Aufstieg Mehrhoogs durch den Bau der Eisenbahnlinie Oberhausen - Arnheim, die im Jahre 1856 fertig gestellt wurde. Mehrhoog wurde Bahnstation, was dazu führte, dass der Ort stetig wuchs.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zählte Mehrhoog 200 Einwohner, in der Mitte des Jahrhundert waren es 350 und am Ende bereits über 700. Heute leben ca. 7000 Einwohner in Mehrhoog und der Ort wächst stetig weiter. Durch die gute Infrastruktur, mit der Anbindung an das Ruhrgebiet, haben sich hier viele Menschen ihren Wunsch nach einem Haus im Grünen erfüllt und pendeln täglich zwischen Arbeitsplatz und Wohnort.
In der Nähe des Bahnekerls findet sich auch der "Sandhase", der in der sandigen Gegend Mehrhoogs früher und auch heute noch anzutreffen ist. er ist auch der Spitzname für die Mehrhooger.

B. Wir durchqueren ein größeres Waldgebiet, in dem sich, im wahrsten Sinne des Wortes, Fuchs und Hase "gute Nacht" sagen. Sie sind hier, ebenso wie Rehwild zu Hause, das man besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden beim Äsen in den angrenzenden Feldern beobachten kann.
Wir folgen dem Radwanderweg F1, der sich auf der alten Poststraße nach rechts fortsetzt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um einen alten Handelsweg, über den die Güter mit Postkutschen von Wesel über Rees nach Emmerich und weiter nach Holland transportiert wurden.
Nach Verlassen des Waldes sehen wir auf der rechten Seite eine Pferdekoppel, neben der ein Weg bergauf in den Wald führt. Über ihn gelangt man auf den "Galgenberg", der mit ca. 35 m über NN die höchste Erhebung Mehrhoogs ist. Wir lassen ihn rechts liegen und wandern weiter über die alte Poststraße. Hinter einer Weggabelung sehen wir auf der linken Seite einen großen Campingplatz entlang des Gewässers "Lange Renne", es handelt sich hierbei um einen alten Rheinarm. Hier haben sich viele "Ruhrgebietler" mit einem Dauerplatz ihr eigenes "Paradies" geschaffen.
Auf der rechten Seite lädt die Gaststätte "Zum reisenden Mann" mit kulinarischen Köstlichkeiten zu einer Rast ein.
Am Ende der alten Poststraße wenden wir uns wieder nach rechts und biegen in die Rheinstraße, die Verbindungsstraße zwischen Mehrhoog und Mehr, ein. Vorbei am Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde wandern wir geradeaus, überqueren wiederum die Bundesstraße 8 und befinden uns auf der Bahnhofstraße.

E. Wenn wir unseren Weg auf der Bahnhofstraße fortsetzen, sehen wir auf der linken Seite etwas zurück liegend hinter alten Bäumen das "Haus Obberg". Es war ursprünglich eine zum Schloss Bellinghofen gehörende Kastelle, die Ende des 19. Jahrhunderts zu einem großen Gutsgebäude umgebaut wurde. Nach dem Krieg diente das heute unter Denkmalschutz stehende und in Privatbesitz befindliche Haus Obberg kurzzeitig als Ausweichquartier für die Schule.
Leider kann es nicht besichtigt werden, aber es lohnt sich, einmal einen blick über den Zaun zu werfen.
Wir wandern weiter über die Bahnhofstraße und erreichen wieder unseren Startpunkt, den Bahnhor Mehrhoog.


Dingden 1 - Hier steht die Kirche noch im mitten im Dorf.


Und das ist für Dingden und seine Ortsentwicklung ein Glück. Schon seit jeher ist dieser Standort ein besonderer Platz, der sich unmittelbar mit der Funktion und dem daher rührenden Namen des Dorfes verbunden hat. Dingden ist abgeleitet aus „Thing“ - Gericht, das dort, wo heute die Kirche und das Wohnhaus Kösters stehen, seine Autorität walten ließ. Dort befand sich die Gerichtsbarkeit der Sueder, der Ritter von Ringenberg.
Hier beginnt Ihre Entdeckungsreise durch Dingden: historische Gebäude im Ortskern, heimatkundliche Museen, von Buchenhecken gesäumte Gassen, Pättkes entlang des Mumbecker Baches, der sich durch Dingden schlängelt, der Waldfriedhof am Bokern, der alte Friedhof im Ort mit großem altem Baumbestand und sehenswerten Grabmälern.


A. Am Kirchplatz

Die Linden, typische Bäume für Rechtssprechungsplätze, und das Schwert wurden zum Wahrzeichen von Dingden und haben sich in seinem Wappen als Sinnbild der Ortswurzeln symbolisch erhalten. Dass dort eine Kultstätte ihre Aura entfaltete, davon zeugt auch die Wahl des Platzes für den Bau einer Kirche im 13. Jahrhundert, deren Turm baustilistische Wesensmerkmale dieser Zeit mit spätromanischen bzw. frühgotischen Fenstern, dem niederrheinischen, schiefergedeckten Turmhelm und den längs gestreckten Proportionen noch heute weithin sichtbar für die Umgebung zeigt.
Das Langschiff wurde zwar durch Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstört, sein Wiederaufbau unmittelbar nach Kriegsende demonstrierte aber, wie sehr Dingdener ihre Kirche als Dorf- und Existenzmittelpunkt (als Herzstück) empfanden und den Schaden sobald wie möglich wieder gut machen wollten.
Kleine Einzelhandelsgeschäfte im Dorfinneren und Gasthöfe, die ein gewissermaßen irdisches Gegengewicht zum ideellen Geistesraum der Kirche darstellen, verstärken die Kernfunktion der Kirche und ihres Platzes. Dort wird eingekauft und essen und trinken gegangen, dort findet nahezu täglich die Messe in der Kirche statt.
Rund um den Kirchplatz stehen Häuser mit viel Geschichte und langer Tradition. Das Haus Sack wurde Anfang des 19. Jh. mit Abbruchholz des Klosters Marienvrede gebaut.
Das Haus Münder wurde 1767 von Joan Wilhelm Bengeforth erbaut. Er war wohlsituiert, in erster Linie Gastwirt und Brauereibesitzer. Nach seinem Tod wechselte der Besitz fort und fort. Seit 1882 ist das Haus Münder im Besitz der Familie Küpper und seit fünf Generationen als Gasthof geführt.
Das Haus Schleiken (Villa Kunterbunt) wurde 1798 von Dietrich Nienhaus, ebenfalls Eigentümer des Humberghauses, erbaut. Bis heute wurde er fortwährend als Gaststätte und Wohnhaus -zeitweise als Bürgermeisterwohnung- genutzt. Die Klosterschänke wird 1513 erstmalig urkundlich erwähnt und im Zusammenhang mit dem Kloster Marienvrede genannt. Es diente als Unterkunft für Franziskanische Ordensfamilien. 1898 kam es in den Besitz des Küsters Friedrich Kösters. Zu früherer Zeit wurde das Haus immer wieder als Gastwirtschaft betrieben und wird heute als Cafe genutzt.

F. St.-Josef-Haus - Weißes Pferd

Dieses Haus wird erstmalig 1657 in einer Urkunde erwähnt und „Weißes Pferd“ genannt. Zu dieser Zeit ist es eine Gaststätte. Lange ist das Haus im Besitz der angesehenen und reichen Familie Nienhaus. Hier fanden auch die Sitzungen des Armenvorstands statt. 1729 wird Heinrich Nienhaus als Armenprovisor genannt. 1897 kaufte der neu gegründete Dingdener Wohltätigkeitsverein unter dem Vorsitzenden Pfarrer Bernhard Nienhaus die geräumige Gaststätte. Man richtete zwei große Krankenzimmer ein und nannte das Haus jetzt St.-Josef-Krankenhaus. Schon vor der Fertigstellung des Hauses im Jahr 1899 kamen drei Ordensschwestern, Franziskanerinnen aus St. Mauritz in Münster, die die Krankenpflege übernahmen. Nach mehreren Erweiterungsbauten wird das Gebäude heute als Senioren- und Pflegeheim genutzt.

G. Heimathaus und Humberghaus

An der Hohen Straße liegen das Heimathaus und das Humberghaus. Das Heimathaus wurde als Wohn-/Stallgebäude aus Feldbrandziegeln in der münsterländisch-niederrheinischen Bauart erstellt. Es ist wohl das älteste Haus im Dorf. Es wurde vom Heimatverein liebevoll restauriert und dient als kleines Museum, in dem auch wechselnde kulturhistorische Ausstellungen gezeigt werden. Der Besucher lernt das Leben einer westfälischen Familie kennen. Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Arbeitsgeräte und zurückgebliebene Stücke des letzten Krieges sind ausgestellt. Ein alter Webstuhl erinnert daran, dass die Hausweberei in Dingden früher ein wichtiges Gewerbe war. Fertigungsschritte vom Holzklotz bis zum fertigen Klumpen lassen die Entstehung des Holzschuhs (des Klumpen) nachvollziehen. In zwei Vitrinen befinden sich archäologische und geologische Fundstücke.
Das Humberghaus - das künftige Museum „Jüdisches Leben auf dem Land“. Die Wiederherstellung und Neugestaltung des Humberghauses neben dem Heimathaus soll 2010 fertig gestellt sein. In zwei Jahren intensiver Recherche hat der Heimatverein ein Konzept für die Ausstattung und die Präsentation entwickelt. Ein möglichst lebendiges Museum soll entstehen für Jung und Alt. Das Leben, die Arbeit, die Religion und zugleich das schreckliche Schicksal der jüdischen Familie Humberg, die im Dorf integriert war, soll nachvollziehbar gemacht werden. Eine Mahnstätte gegen Intoleranz und für friedliches Miteinander wird hier entstehen.

B. Kippelpatt, Am Wedem Hoven, Lüdgenfelder Weg, Pater-Teröde-Weg

Wege, Pättkes, Gassen durch die sich ein Spaziergang lohnt! Buchenhecken säumen diese Spazierwege. Kunstvolle Informationstafeln erzählen jeweils von der Bedeutung und der Geschichte dieser Orte.
Die Bänke an der Gräfte mit den Enten und dem weißen Schwanenpaar laden ein zum Verweilen und Genießen. Eine Idylle mitten im Ort!

C. Evangelische Kirche

Nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich in Dingden unter anderen viele evangelische Heimatvertriebene an. Der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus wurde durch die Errichtung der evangelischen Kirche an der Ecke Postweg/ Krechtinger Straße im Jahr 1963 erfüllt.

D. Alter Friedhof

Lassen Sie die Ruhe des Friedhofs auf sich wirken! Friedhöfe sind ein Ort der Besinnung. Dort findet sich keine Ablenkung durch bunte Farben und neugierig machende Aktivitäten, keine lauten Geräusche. Die Umgebung gibt durch ihre zurückhaltende Gestaltung mit Grabmälern, Grünflächen und altem Baumbestand den geeigneten Hintergrund für Ruhe und Besinnung. „Man“ fühlt sich geborgen. Wenn Sie wollen, haben Sie die Welt ganz alleine für sich und Ihre Gedanken. Der Friedhof wirkt als echter Ort des Friedens und der stillen Einkehr.

E. Kreisverkehr

Der Kreisverkehr ist ein Mittelpunkt in unserem Dorf, wenn auch ein Verkehrsmittelpunkt. Trotz der vielen Autos und der nicht geringeren Geräuschkulissen gibt es hier an dem äußerst großzügig angelegten Kreisverkehr idyllische Plätze. Bitte nehmen Sie Platz! - Auf der neuen Bank unter den Linden. Blättern Sie und lesen Sie in dem Buch, das für Sie dort bereit liegt! Vielleicht setzt sich jemand zu Ihnen und hilft Ihnen, die Lösung der Rätsel, die in diesem Buch stehen, zu finden! Wissen Sie etwas aus dem Leben des Hl. Bonifatius, auf dessen Statue sie sehen? In dem Buch steht es geschrieben. Wo sonst gibt es eine so interessant gestaltete Telefonzelle? Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und beobachten Sie auch diese Seite Dingdens!


nähere Informationen: www.Heimatverein-Dingden.de

Dingden 2 - Hier steht die Kirche noch im mitten im Dorf.


Und das ist für Dingden und seine Ortsentwicklung ein Glück. Schon seit jeher ist dieser Standort ein besonderer Platz, der sich unmittelbar mit der Funktion und dem daher rührenden Namen des Dorfes verbunden hat. Dingden ist abgeleitet aus „Thing“ - Gericht, das dort, wo heute die Kirche und das Wohnhaus Kösters stehen, seine Autorität walten ließ. Dort befand sich die Gerichtsbarkeit der Sueder, der Ritter von Ringenberg.
Hier beginnt Ihre Entdeckungsreise durch Dingden: historische Gebäude im Ortskern, heimatkundliche Museen, von Buchenhecken gesäumte Gassen, Pättkes entlang des Mumbecker Baches, der sich durch Dingden schlängelt, der Waldfriedhof am Bokern, der alte Friedhof im Ort mit großem altem Baumbestand und sehenswerten Grabmälern.


A. Am Kirchplatz

Die Linden, typische Bäume für Rechtssprechungsplätze, und das Schwert wurden zum Wahrzeichen von Dingden und haben sich in seinem Wappen als Sinnbild der Ortswurzeln symbolisch erhalten. Dass dort eine Kultstätte ihre Aura entfaltete, davon zeugt auch die Wahl des Platzes für den Bau einer Kirche im 13. Jahrhundert, deren Turm baustilistische Wesensmerkmale dieser Zeit mit spätromanischen bzw. frühgotischen Fenstern, dem niederrheinischen, schiefergedeckten Turmhelm und den längs gestreckten Proportionen noch heute weithin sichtbar für die Umgebung zeigt.
Das Langschiff wurde zwar durch Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstört, sein Wiederaufbau unmittelbar nach Kriegsende demonstrierte aber, wie sehr Dingdener ihre Kirche als Dorf- und Existenzmittelpunkt (als Herzstück) empfanden und den Schaden sobald wie möglich wieder gut machen wollten.
Kleine Einzelhandelsgeschäfte im Dorfinneren und Gasthöfe, die ein gewissermaßen irdisches Gegengewicht zum ideellen Geistesraum der Kirche darstellen, verstärken die Kernfunktion der Kirche und ihres Platzes. Dort wird eingekauft und essen und trinken gegangen, dort findet nahezu täglich die Messe in der Kirche statt.
Rund um den Kirchplatz stehen Häuser mit viel Geschichte und langer Tradition. Das Haus Sack wurde Anfang des 19. Jh. mit Abbruchholz des Klosters Marienvrede gebaut.
Das Haus Münder wurde 1767 von Joan Wilhelm Bengeforth erbaut. Er war wohlsituiert, in erster Linie Gastwirt und Brauereibesitzer. Nach seinem Tod wechselte der Besitz fort und fort. Seit 1882 ist das Haus Münder im Besitz der Familie Küpper und seit fünf Generationen als Gasthof geführt.
Das Haus Schleiken (Villa Kunterbunt) wurde 1798 von Dietrich Nienhaus, ebenfalls Eigentümer des Humberghauses, erbaut. Bis heute wurde er fortwährend als Gaststätte und Wohnhaus -zeitweise als Bürgermeisterwohnung- genutzt. Die Klosterschänke wird 1513 erstmalig urkundlich erwähnt und im Zusammenhang mit dem Kloster Marienvrede genannt. Es diente als Unterkunft für Franziskanische Ordensfamilien. 1898 kam es in den Besitz des Küsters Friedrich Kösters. Zu früherer Zeit wurde das Haus immer wieder als Gastwirtschaft betrieben und wird heute als Cafe genutzt.

E. Am Mumbecker Bach

Dieses Haus wird erstmalig 1657 in einer Urkunde erwähnt und „Weißes Pferd“ genannt. Zu dieser Zeit ist es eine Gaststätte. Lange ist das Haus im Besitz der angesehenen und reichen Familie Nienhaus. Hier fanden auch die Sitzungen des Armenvorstands statt. 1729 wird Heinrich Nienhaus als Armenprovisor genannt. 1897 kaufte der neu gegründete Dingdener Wohltätigkeitsverein unter dem Vorsitzenden Pfarrer Bernhard Nienhaus die geräumige Gaststätte. Man richtete zwei große Krankenzimmer ein und nannte das Haus jetzt St.-Josef-Krankenhaus. Schon vor der Fertigstellung des Hauses im Jahr 1899 kamen drei Ordensschwestern, Franziskanerinnen aus St. Mauritz in Münster, die die Krankenpflege übernahmen. Nach mehreren Erweiterungsbauten wird das Gebäude heute als Senioren- und Pflegeheim genutzt.

B. Kippelpatt, Am Wedem Hoven, Lüdgenfelder Weg, Pater-Teröde-Weg

Wege, Pättkes, Gassen durch die sich ein Spaziergang lohnt! Buchenhecken säumen diese Spazierwege. Kunstvolle Informationstafeln erzählen jeweils von der Bedeutung und der Geschichte dieser Orte.
Die Bänke an der Gräfte mit den Enten und dem weißen Schwanenpaar laden ein zum Verweilen und Genießen. Eine Idylle mitten im Ort!

C. Kruzifix

Im Jahre 2000 wurde diese Statue, eine Nachbildung des 1807 von der Familie Hasselmann (heute Körner) aufgestellten Kreuzes an dieser Stelle neu errichtet. Bemerkenswert ist, dass das Haupt Christi, in Darstellungen üblicherweise zur rechten Seite geneigt, hier zur Linken weist und keine Dornenkrone trägt. Der Dingdener Künstler Heinz Hölker fertigte es neu, weil eine Restauration des ursprünglichen Corpus nicht mehr möglich war. Eine Anekdote aus der Geschichte des Standbildes erzählt: „ Als es 1813 die Kosaken im Krieg gegen Napoleon bis nach Dingden verschlug, führten sie sich nicht wie Verbündete auf, sondern eher als Feinde. Oft zogen sie plündernd und raubend durch die Gemeinde. Schnaps war immer ihre Beute! Von ihrem Zug durch die Gemeinde verhüllten sie das Haupt der Christusfigur mit einer Kappe. Regte sich das Gewissen?“

D. Waldfriedhof, Am Bokern

GEBOREN IN GOTTES HAND Der Dingdener Bildhauer Heinz Hölker schuf die Stele für Fehl- und Totgeburten. Der in den Stein gemeißelte Vers stammt aus dem Buch Jesaja: „Ich vergesse dich nicht. In meine Hände habe ich dich eingezeichnet.“ (Jes. 49.15-16).“
NATURDENMAL
190 jährige Kastanie „Wo die Kastanie war, dorthin kam der Mensch; wo sich der Mensch ansiedelte, pflanzte er die Kastanie.“ (Volksweisheit) Die Kastanie. Ein Baum, der die Menschen begleitet! Die Edelkastanie erhebt sich 17 Meter in den Himmel, ihr grüner Laubkegel spendet Schatten, der Stamm misst einen Umfang von über fünf Metern. Vor rund 190 Jahren wurde die Kastanie gepflanzt - ob von Menschenhand gesät oder rein zufällig dort gewachsen - die Kastanie ist imposant.

E. Am Mumbecker Bach

Über die Straße „Am Bokern“ und „Lärchenweg“ erreichen Sie das schöne Pättken „Am Mumbeckerbach“. Dieser schöne Weg überquert einige Straßen und führt bis zum Bahnhof.


nähere Informationen: www.Heimatverein-Dingden.de

weitere Informationen auf http://www.lanuv.nrw.de/
02852 - 18 80